Rundreise durch Argentinien

Faszination zwischen Metropolen und kontrastreichen Landschaften

Beeindruckende Landschaften

Buenos Aires – Tango, Fussball und Evita Peron

Unsere zweiwöchige Reise in den Norden von Argentinien beginnen wir in Buenos Aires. Die Millionenstadt verzaubert den Besucher mit ihren facettenreichen Stadtvierteln: San Telmo, die Hochburg des Tangos, La Boca mit den bunt bemalten Häusern und Heimat des traditionsreichen Fussballclubs Boca Juniors (Diego Maradona feierte mit diesem Club in den 80er Jahren grosse Erfolge), das elegante Viertel Recoleta mit seinem prunkvollen Friedhof und dem Mausoleum von Evita Peron, das trendige Palermo mit exzellenten Restaurants und grossen Grünflächen und Puerto Madero, der Lifestyle und Unterhaltung verspricht. Empfehlenswert sind auch eine Besichtigung des Regierungsgebäudes, des kürzlich wiedereröffneten Opernhauses Teatro Colon sowie der Besuch in einem der unzähligen Museen. Und, eine Tangoshow in der Stadt des Tangos darf selbstverständlich auch nicht fehlen.


Gauchos, Asados und saftige Steaks

Wir lassen die Millionen-Metropole hinter uns und geniessen ein paar erholsame Tage auf einem Estancia (Landgut) – ein idealer Ort, um die Gaucho Traditionen kennen zu lernen. Die Gäste können an den täglichen Arbeiten der Farm teilhaben, mit den Gauchos über die Felder reiten oder ganz einfach ausspannen. Auf den Weiden grasen bullige Angus Rinder. Im Schatten der grossen Bäume geniessen wir die landestypische Grillmahlzeit aus verschiedenen Fleischstücken und Würsten, das Asado.


„La Linda“ – die Schöne im Nordwesten Argentiniens

Ein rund zweistündiger Flug bringt uns von Buenos Aires nach Salta im Nordwesten Argentiniens. Hier starten wir unsere 5-tägige private Rundreise – ein absolutes Highlight! Diese abwechslungsreiche Gegend ist vollgepackt mit landschaftlichen und kulturellen Höhepunkten. Üppiger Tropenwald, grosse Tabakfelder, farbenprächtige Täler und Schluchten sowie malerische Dörfer prägen das Landschaftsbild. Stolzer Mittelpunkt ist die Kolonialstadt Salta, die auch „La Linda“, die Schöne, genannt wird.


Kontraste der Landschaft und Torrontés-Weine

Unsere Reise führt uns zunächst durch den südlichen Teil der Region. Die Fahrt durch die Quebrada de las Conchas, eine etwa 80 Kilometer lange Schlucht zwischen Salta und Cafayate, ruft mit seinen unterschiedlichen Farben und Gebirgsformationen Erstaunen hervor. Cafayate ist das Hauptweinanbaugebiet des Nordens, bekannt für seine Torrontés-Weine (Weisswein). Am nächsten Tag fahren wir auf abenteuerlichen Schotterstrassen durch die traumhaften Calchaquies-Täler via Molinos nach Cachi. Die bizarren Sandstein Formationen erinnern an eine Mondlandschaft. Unterwegs machen wir einen Stopp im Dorf Seclantas, welches für seine handgewobenen Ponchos aus Schaf-, Lama- und Vikunja Wolle bekannt ist. In vielen kleinen Bergdörfern scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Die Fahrt am dritten Tag führt durch eine karge Hochebene mit tausenden, riesigen Kandelaber-Kakteen, bevor wir über einen hohen Gebirgspass nach Salta zurückkehren.


Salzseen, Lamas und die Berge der sieben Farben

Das Landschaftsbild im nördlichen Teil der Region ist ebenso spektakulär. Während rund 165 Kilometern fahren wir durch ein enges Tal, der Eisenbahnlinie entlang, hinauf zum kleinen Bergbaustädtchen San Antonio (3.775 Meter ü. M.). Auf der ausgedehnten Hochebene grasen wilde Esel, Lamas und Vikunjas. Wir machen einen kurzen Abstecher zu den riesigen Salzseen. Über einen hohen Gebirgspass (4.174 Meter ü. M.) gelangen wir auf einer kurvenreichen Schotterstrasse hinunter ins Tal zum Dorf Purmamarca. Es liegt am Fusse der eindrücklichen „Berge der sieben Farben“ (UNESCO Weltkulturerbe), welche in blauen, roten, ockergelben und grünen Tönen schimmern. Auf dem letzten Reiseabschnitt werden wir von einer üppigen Vegetation überrascht. Auf einer schmalen Bergstrassen mit rund 500 (!) Kurven tauchen wir ein in einen artenreichen und sehr dichten Wald.


Weinmetropole Mendoza – modern und lebendig

Unser nächstes Ziel ist Mendoza, die Stadt des Weins. Weinreben, soweit das Auge reicht, prägen das Landschaftsbild. Als Unterkunft bieten sich die traumhaften Bodegas (Weingüter) an, welche oft seit jeher in Familienbesitz sind. Auf einer Wein-Tour erfahren wir viel Spannendes über die unterschiedlichen Weinanbau-Traditionen der einzelnen Weinproduzenten und lernen bei einer Degustation die Charaktereigenschaften der Weine kennen. Einige der Weingüter verfügen zudem über ein Gourmet-Restaurant mit herrlichem Blick auf die Weinreben und die schneebedeckten Gipfel der Anden. Ein kurzer Abstecher in die lebendige, moderne Stadt Mendoza lohnt sich – unsere Empfehlung für argentinische Spezialitäten: Restaurant Azafran, Sarmiento 765, Mendoza. Argentinien fasziniert durch seinen Reichtum an Kontrasten, und während unserer zweiwöchigen Reise haben wir nur einen sehr kleinen Teil dieses Landes erkundet – Grund genug bald wieder dorthin zu reisen!


D. Weber, Dezember 2011



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