Ukraine - Odessa

Die weiße Perle am Schwarzen Meer

Odessa

Odessa ist mehr als nur die berühmte Potemkinsche Treppe, die durch den 1925 gedrehten Film "Panzerkreuzer Potemkin" von Sergei Eisenstein internationale Bekanntheit erlangte.

Auf perspektivische Wirkung angelegt, überbrückt die berühmte Treppe vom Hafen zur Altstadt hinauf eine Höhendifferenz von 30 Metern. Von oben sieht man keine der 192 Stufen, sondern nur die Absätze, von unten keine Absätze, nur die Stufen. Diese Wahrnehmungsverzerrung ist kalkuliert und gipfelt in der Perspektive von unten, bei der der Eindruck entsteht, die Treppe ende im Himmel.

Und über diese repräsentative Treppe kommt man keineswegs in ein "potemkinsches Dorf", sondern in eine Hafen- und Handelsstadt, deren großartige Stadtpaläste Zeugnis davon ablegen, wie wohlhabend das geschäftliche und gesellschaftliche Zentrum Odessa einmal gewesen ist. Man kommt kaum aus dem Staunen ob der üppigen Pracht, da die meisten der Paläste wieder renoviert sind. Hohe alte Bäume spenden Schatten beim Flanieren über den Boulevard am Meer und durch die Straßen der Altstadt.

Aber der architektonische Höhepunkt Odessas ist definitiv das gigantische Opernhaus, das von den Wiener Architekten Fellner & Helmer in den Jahren 1883 bis 1887 gebaut wurde. Neben der Potemkinschen Treppe ist das Opernhaus ohne Frage das zweite Wahrzeichen der Stadt. Von außen im Stil des Spätbarocks gebaut, ist das Innere im Rokoko-Stil gestaltet.

Eine Opern- oder Ballettaufführung dort ist ein Erlebnis, das einen begeistert. Und wenn man dann die Oper verlässt, hat man den faszinierenden Blick auf das Schwarze Meer tief unter sich. Welch spektakuläre Lage – in Europa sicher einzigartig!

Bei aller Pracht und Größe Odessas darf man aber nicht vergessen, dass man sich in der "Provinz" befindet – Kiew, die Hauptstadt, ist weit entfernt. Und so überrascht es auch nicht, dass es in den örtlichen Restaurants und Geschäften eben etwas provinziell, etwas post-sowjetisch zugeht. Aber auch das hat seinen Charme, bemüht man sich hier doch redlich, wieder international zu werden und versucht, nicht ohne Erfolg, mit dem ehemaligen Grand Hotel, dem jetzt renovierten 5 Sterne Hotel Bristol, den Geist vergangener prächtiger Epochen wieder zu beleben.

M. Kumor, August 2013



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