Luxus pur im eleganten „Eastern & Oriental Express“

Singapur - Bangkok

Eastern-and-Oriental-Express-Staff

Mr. Nui, unser Steward und Begleiter für die nächsten drei Tage, erwartet uns lächelnd vor dem Pullmanwagen am Bahnsteig des Bahnhofs Woodlands in Singapur, der für die 2.030 km lange Reise unser Zuhause sein wird. Er begleitet uns zu unserer Kabine, in der wir schon unser "kleines Gepäck" vorfinden. Schnell sind die Kabine und das winzige, aber praktisch eingerichtete Bad mit Dusche und WC erklärt und schon setzt sich der lange, aus 22 Wagen bestehende Zug in Bewegung.

Das Check-in Prozedere fand in einem Hotel in Singapur statt, in dem sich alle Fahrgäste trafen. Das Gepäck war getrennt zum Zug transportiert, das große in einem Gepäckwagen untergebracht, das kleine in die Kabinen gebracht worden. Wir konnten für die Mahlzeiten die erste oder zweite Sitzung reservieren. Zum Bahnhof Woodlands wurden wir dann mit Kleinbussen gebracht, um dort in dem recht großen Bahnhofskomplex die Aus- und Einreiseformalitäten zu erledigen. Nun waren wir in Malaysia!

Die "Insel" Singapur ist durch einen Damm mit dem Festland Malaysias verbunden, und über diesen fahren wir nun und kommen alsbald in eine andere Welt. Diese besteht aus endlosen Palmenplantagen, ab und zu unterbrochen von Dörfern und kleinen Ortschaften. Anders als in Singapur sieht hier alles viel asiatischer aus - bunter, quirliger und nicht so geordnet.


Kulinarischer Genuss

Und so wird es sehr bald Zeit, zum ersten Lunch in den Restaurantwagen zu gehen, wohin uns die Schweizer Zug-Direktorin per Durchsage einlädt. An fein gedeckten Tischen mit edlem Tafelsilber gibt es ein exzellentes Menü, von flinken und höflichen Kellnern serviert, dazu eine große Weinauswahl und andere edle Getränke.

Der Nachmittag bietet sich zum Besuch des Wagens am Ende des Zuges an. Dieser ist ein offener Aussichtswagen, von wo man den Blick in die weite Landschaft und dabei den warmen, angenehmen Fahrtwind genießen kann. Erst wenn der Zug einmal hält, spüren wir die Hitze und werden daran erinnert, dass wir noch gar nicht so weit vom Äquator entfernt sind.

Vielleicht ist es altmodisch, aber der zuginterne Dresscode verlangt zum Dinner für die Herren zumindest Sakko und Krawatte. Und so geniesst eine festlich gewandete Gesellschaft ihren Aperitif im Barwagen, begleitet von einem Barpianisten und in Vorfreude auf ein köstliches Abendessen. Was die Menükarte verspricht, wird gehalten – ein Genuss!

Während des Essens hat der Steward die Kabine in ein kleines Schlafzimmer umgebaut. Zwei bequeme Betten warten auf uns, nachdem wir Stunden der tropischen Nacht unter sternklarem Himmel im Aussichtswagen verbrachten.

In der Nacht hält der Eastern & Oriental Express in Kuala Lumpur, fährt dann weiter gen Norden, um am Vormittag Butterworth, die Schwesternstadt von George Town, zu erreichen. Zuvor hat uns Mr. Nui bereits unser Frühstück in der Kabine serviert.


Orientalische Erlebnisse

Für einen Ausflug nach George Town auf der Insel Penang verlassen wir unser Domizil auf Schienen und erkunden die ehemalige Hauptstadt Malaysias traditionell in Rikschas. Die schillernden Eindrücke nehmen wir dann mit in den Zug, der sich nun der Grenze zu Thailand nähert.

Dort ändert sich die Landschaft sehr und wir fahren zunächst Stunden auf der eingleisigen Strecke durch üppiges Dschungelgebiet.

Es muss nicht erwähnt werden, dass der Aufenthalt im Zug weiterhin ein Erlebnis ist und die Zeit paradoxerweise wie „im Fluge“ vergeht. Sogar die Köche versuchen sich zum Abschied bei dem heutigen Gala Dinner noch zu übertreffen.

Der letzte Reisetag wird bestimmt durch einen Aufenthalt in Kanchanaburi – bekannt durch die legendäre Brücke am Kwai. Aus nächster Nähe sehen wir dieses durch den gleichnamigen Roman und Film zu Berühmtheit avancierte Bauwerk während unserer Bootsfahrt auf dem Fluss Kwai; eindrücklich ist das kleine Museum, das an den Bau der Brücke durch asiatische Zwangsarbeiter und westliche Kriegsgefangene im II. Weltkrieg erinnert.

Nach dem Lunch nähern wir uns der Metropole Bangkok. Schon lange vor Ankunft kommen wir durch die Vororte und dicht besiedelte Bezirke, sodass wir eindrucksvoll die Grösse der thailändischen Hauptstadt „erfahren“.

Der Abschied von Mr. Nui im Hauptbahnhof von Bangkok ist sehr herzlich. Er hat uns drei Tage lang in seiner freundlichen Art betreut und umsorgt. Es war ein perfekter Service, den wir erleben durften. Dafür, dass die Ansichtskarten, die er für uns versorgen wollte, auch nach 10 Wochen noch nicht angekommen sind, kann er sicher nichts :)

Michael J. Kumor, Oktober 2012



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