Dessau-Wörlitz

Das Gartenreich um Wörlitz

dessau

Besuch in einem (fast) unbekannten Stück Deutschland

Natürlich ist das Gartenreich Wörlitz nicht wirklich unbekannt. Es gehört sogar zum UNESCO-Welterbe, aber aus der Schweiz kommen nicht so viele Gäste. Dabei sind die Landschaftsgärten und die darin auf Besucher wartenden Schlösser wunderschön. Eine Gruppe von interessierten Gartenfreunden hat das Paradies aus Kanälen, Seen, Bäumen, Kunstwerken und Schlössern im August dieses Jahres im Rahmen von Meiers Gartenreisen besucht.


Fürst Franz und sein Architekt

Das neue Bundesland Sachsen-Anhalt war einst eines dieser kleinen Fürstentümer, die Deutschland bis 1918 bestimmten. Einer dieser Fürsten, der aufgeklärte, kunstsinnige Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, kurz Fürst Franz, beschloss in der Mitte des 18. Jahrhunderts ausserhalb seiner Residenzstadt Dessau ein Sommerschloss zu errichten in einer wunderschönen parkartigen Landschaft. Er befreundete sich schon in der Jugend mit dem Architekten Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff, und nach ausgedehnten Reisen in Italien, England, Frankreich und der Schweiz bauten die beiden kongenialen Aristokraten zusammen eine Fülle klassizistischer und später neugotischer Gebäude. Im Park, in dem es wimmelt von kleinen Tempeln, Denkmälern, Mausoleen, Statuen, Vasen und kleinen schlossartigen Gebilden finden sich viele Gewässer mit interessanten Wasserpflanzen und prächtigen Seerosen, aber auch prächtige alte Bäume, viele Eichen, Föhren, Sumpfzypressen und Urweltbäume. Das gepflegte Hotel "Landhaus Wörlitzer Hof", in dem die Gruppe untergebracht war, lag unmittelbar vor den Toren des Parks, und an einem prächtigen Sommerabend konnten wir uns während eines Nachtessens auf Booten durch die ausgedehnten Gewässer rudern lassen, während langsam die Dämmerung hereinbrach. Da wurde es noch einmal so richtig deutlich: Die Wörlitzer Gärten sind nicht nur ein Monument des Klassizismus, sie sind auch ein Dokument der Zeit der Empfindsamkeit und ein Hinweis auf die kommende Romantik in Deutschland. In Wörlitz hatte sich Fürst Franz ein von der englischen Architektur beeinflusstes klassizistisches Schloss erbauen lassen. Auf der Insel gegenüber errichtete er dann noch ein "gotisches Haus", das ihm als privater Rückzugsort diente, aber auch zur Ausstellung seiner grossen Sammlung historischer Glasmalerei, worunter sich viele Stücke aus der Schweiz befinden.


Oranienburg und Dessau

Unsere Reise führte uns aber auch die nahegelegenen Schlösser und Parks "Luisium", "Mosigkau" und "Oranienburg" - letzteres ein Hommage einer Prinzessin für ihre holländische Herkunft - und schliesslich sahen wir als Kontrastprogramm im nahen Dessau das Bauhaus und die Häuser, in denen die führenden Köpfe dieser für die Architektur des 20. Jahrhunderts so bedeutenden Schule gewohnt haben. Die Reise war nicht nur sehr interessant, sie war auch angenehm, weil wir immer im gleichen Hotel wohnten, weil das Wetter immer gut war und alle Teilneher unkompliziert und gutgelaunt waren.


Andreas Honegger, Oktober 2013



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